Evangelische Kirchengemeinde Waldbronn

im Evangelischen Dekanat Karlsruhe-Land

Von Gott berufen sind wir ein Teil des wandernden Gottesvolks auf dem Weg durch die Zeiten, hin zum Ziel des Reichs Gottes unter der Verheißung der Gegenwart Jesu Christi bis ans Ende der Welt. Auf diesem Weg verkünden wir die Versöhnung der Welt mit Gott, laden dazu ein, das Freundschaftsangebot Gottes, das er uns in der Taufeschenkt, anzunehmen und feiern miteinander Gottes Gegenwart als eucharistische Gemeinschaft, in der alle Unterschiede unter uns Menschen aufgehoben sind.
 
Die Evangelische Kirchengemeinde Waldbronn umfasst die gleichnamige Gemeinde. Die drei Ortsteile sind überwiegend katholisch. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gab es einen Zuzug von Protestanten. So wurde zunächst Busenbach von Ettlingen, Etzenrot von Spielberg und Reichenbach von Langensteinbach kirchlich versorgt, bis schließlich eine eigene evangelische Kirchengemeinde gegründet wurde.
 
Nachdem die noch junge  Kirchengemeinde in den 70er Jahren einen ersten Raum für Gottesdienste erhalten hatte, zeigte sich zu Beginn der 80er Jahre, dass dieser für die stetig wachsende Gemeinde zu klein wurde. Es wurde daher der Bau eines Gemeindezentrums beschlossen. Einer der Aufträge an den Architekten war: "... einen Raum schaffen, der variabel ist und nie leer aussieht". 1984 schließlich konnte der Neubau bezogen werden.
 
An den bestehenden Gottesdienstraum, heute das Jugendhaus, wurde ein Türmchen angefügt, das fast so etwas wie das Wahrzeichen des evangelischen Gemeindezentrums geworden ist. Zusammen mit dem neuen großen Kirchenraum nebst Gemeindesaal und weiteren Räumen wurde ein Gebäudeensemble geschaffen, das sich um einen Innenhof gruppiert.
 
Mittelpunkt des Neubaus ist der Kirchenraum, der auch für andere Zwecke nutzbar ist. Er ist architektonisch in mehrere Ebenen gegliedert einschließlich einer Empore. Durch Öffnen einer Trennwand lässt er sich durch die Hinzunahme des Gemeindesaals vergrößern. Das neue Gebäude mit Kirchenraum, Gemeindesaal und Foyer ist ganz aus Holz mit sichtbaren konstruktiven Holzelementen gebaut. Das Tragwerk des Daches bilden Druck aufnehmende Holzbalken zusammen mit den Zug aufnehmenden Spannstäben aus Stahl.
 
Seine Vollendung erhielt der Kirchenraum 12 Jahre später durch eine neue Orgel aus der Orgelwerkstatt Jäger & Brommer.